Ausstellungen 2016

Maria HILL Stefan NOSS „Schöpfer und Geschöpf“ // Ausstellung // vom 23.9.2016 bis 12.11.2016

Maria Hill
Die freischaffende Bildhauerin Maria Hill ( 1966 ) stammt aus Reil an der Mosel. Nach einer Ausbildung zur Restauratorin studierte sie bildende Kunst und Germanistik an der Universität Koblenz und vertiefte die Bildhauerei bei Gerhard Helmers.
Sie sucht die Auflösung räumlicher Grenzen, die ihr durch das Format des Steins vorgegeben sind und schafft scheinbar unmögliche Räume, in denen Bewegung und ein Sich Äußern erst möglich werden.
Unabdingbar für die Entwicklung ihrer Formensprache ist die Auseinandersetzung mit der gegenstandlosen Form, deren Dynamik, Rhythmik und Ausdruckskraft sie auf die menschliche Gestalt überträgt.
Ihre Skulpturen wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, Österreich, Frankreich, Luxemburg und Belgien gezeigt. Sie lebt mit ihrer Familie in Burg an der Mosel.


Stefan Noss

Stefan Noss, 1963 in Stuttgart geboren, studierte Kunst an der Universität für angewandte Kunst in Wien bei Prof. Adolf Frohner und war 2002 Meisterschüler bei Prof. A.R. Penck an der Kunstakademie Düsseldorf.  Stefan Noss fordert uns auf komplexe Art und Weise heraus, sei es in der Mischtechnik der verwendeten Materialien, in seinen Motiven von Köpfen, Gesichtern und Fragmenten menschlicher Gestalt, im Wechselspiel von Abstraktem und Figurativem. Seine Werke sind in zahlreichen privaten und öffentlichen Sammlungen vertreten. Seit 2012 gehört er zum festen Künstlerstamm der Galerie, die bisher seine Werke in mehreren Ausstellungen und auf internationalen Kunstmessen präsentierte. Stefan Noss lebt und arbeitet heute in Remagen.

Die Ausstellung stellt die Werke dieser beiden Künstler in einem spannenden farbig-sinnlichen und kontrastreichen Wechselspiel zusammen.


LINIE.RAUM.ZEIT // Ausstellung // vom 29.7. bis 17.9.2016

Katharina Fischborn
studierte von 1999–2004 an der Akademie für Bildende Künste der Johannes Gutenberg-Universität Mainz bei Prof. Dieter Brembs, und schloss 2006 als Meisterschülerin bei Prof. Peter G. Lieser ab. Im gleichen Jahr wurde ihr der
Stadtdrucker-Preis der Stadt Mainz verliehen.
Sie »lässt sichtbar und fühlbar werden, dass die Linie in jeder Verkleidung mehr sein kann als die Summe ihrer formalen Qualitäten« (Dieter Brembs).
Katharina Fischborn lebt und arbeitet in Langenlonsheim.


Ulrich Westerfrölke
studierte von 1980–1986 an der staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf bei Prof. R. Crummenauer und Prof. E. Heerich (1985: Meisterschüler von Prof. R. Crummenauer).
Er thematisiert in seinen Arbeiten qualitative Wirkungen von Kräften. Seine Arbeiten finden sich sowohl im öffentlichen Raum, als auch in privaten Sammlungen.
Westerfrölke lebt und arbeitet seit 1993 in Köttelbach/ Vulkaneifel.

Die Doppelausstellung konzentriert sich auf die Themen Linie, Raum und Zeit, die das umfangfreiche Werk der Künstler in einen Dialog stellen und zugleich ein Spannungsfeld aufbauen. Fotografie – Zeichnung – Objekte


Aaron Vidal // neue Bilder // vom 28. Juni bis 24. Juli 2016

Der auf Teneriffa geborene Spanier, der in Barcelona 1996 sein Kunstdiplom erhielt, lebt seit 2002 in Deutschland und heute in Hamburg. Aaron Vidals Bilder,aufgebaut aus Fotografien und Bildmaterial der 1960er Jahre in Europa und Amerika, spiegeln diese Zeit wieder, überlagern Schicht um Schicht, erzählen von einer Welt, die sich dazwischen zu Geschichten spinnt.

Zunächst als Collagen auf Papier zusammensetzt, um sie dann im ersten Schritt schwarz-weiß lasierend, beinahe wie Grisaille-Malerei, auf die Leinwand zu bringen, sind sie ausgeprägt sorgfältig komponiert, präzise gebaut. Farbe und Form geben dem Inhalt die Hand. Schicht um Schicht trägt er verdünnte Acrylfarbe auf, hat es in der Hand, wann die Körper genug von ihrer Körperhaftigkeit erhalten haben, wann die Dinge als Ding dargestellt sind. Vom Hellen ins Dunkle zieht sich der Arbeitsprozess, aber auch vom Unbunten ins Farbige. Oft bleiben einzelne Ausschnitte schwarz-weiß stehen.

In den Gesichtern, der Kleidung, den Sonnenbrillen, manchmal in Getränken, Autos, Haushaltswaren, spiegelt sich der Geist dieser mondänen Zeit, zwischen ihnen aber liegt ein Universum von Gedanken, Erfahrungen, Assoziationen.

Es sind die damals in geringer Auflage und höchster Qualität hergestellten Broschüren der großen Automobilmarken, es sind Fotografien und Werbeanzeigen des legendären LIFE-Magazins, aber es sind auch die Gemälde der klassischen Moderne und Postmoderne, Anklänge an Max Beckmann tauchen ebenso auf wie an Sigmar Polke, Max Ernst oder Kasimir Malewitsch. Zudem weist der Aufbau bisweilen zurück in die Renaissance und die Kunstgeschichte Italiens. Dazwischen, und das ist es, was die Geschichten auf den Bildern zusammenhält, ist das Persönliche, das Interesse des Malers, das sich nicht direkt vermittelt, aber die Welt im Innersten zusammenhält.

Aaron Vidals Prägnanz im Ausdruck und in der Objektivität der Darstellungsweise steht dem Realismus in nichts nach. Viele der Gegenstände auf seinen Bildern sammelt er und malt das Ding als Ding: die Trockenhaube, die Saftpresse, das Motorrad. Er nimmt die zeitliche Distanz gern in Kauf, bildet nicht ab, sondern neu. Er setzt seine Ausschnitte zu etwas ganz Anderem, Neuem zusammen. Ähnlich vielleicht dem Pop-Artisten James Rosenquvist, dessen fehlproportionierte Einzelteile im thematischen Nebeneinander Widersprüche erzeugen, wie den F-111-Bomber mit Spaghetti und Tomatensoße zu kombinieren.

Schließlich aber liegt bei Aaron Vidal die Poesie des Augenblicks immer in den Zwischenräumen und ihren bildlichen Befunden. Es sind die Farben, die Formen, das Material, es ist die Malerei, die hier spricht. Schönste Malerei. ( Tina Luers, Kunsthistorikerin )


AFTER FAIR SHOW // Künstler der KÖLNER LISTE 2016 vom 29.4 bis 25.6.2016

Nach der zweiten Teilnahme an der Kunstmesse >> Kölner Liste – fair for contemporary art <<, welche vom 15. bis 17. April in Köln stattfand, präsentierte die Galerie in ihren Räumen die dort gezeigten Werke von zehn Künstlern. Malerei, Grafik, Fotografie und Skulpturen.


Kai Savelsberg // StatusWo // Ausstellung vom 5.3 bis 24.4.2016

„Der Aufenthaltsort des Ichs in einem selbst ist auf Reisen. Hier
als klare Position, dort als Flüchtling im eigenen Binnenland. Heute
ist es gut so, morgen raubt es einem (vielleicht) den Schlaf. Zu viel
der Suche vernebelt, zu wenig der Bewusstwerdung verwirrt. Der Status wo
ist hier und dort, heute und morgen nicht mehr oder weniger als der Status quo.“ (Kai Savelsberg)

Kai Savelsberg  ist Maler und Dichter. Die philosophische und dichterische Auseinandersetzung mit seinen Bildern, die malerische Umsetzung seiner Worte sind eins, verschmelzen, leben und atmen von- und miteinander. Nach einer Ausbildung zum Theatermaler ist er seit 1997 freischaffend tätig. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland bezeugen das große Interesse eines breiten Publikums für sein umfassendes Werk.

Kai Savelsberg lebt und arbeitet in Aachen.

Einführung: Stefan Skowron, Kunstkritiker & Publizist

Lesung: Kai Savelsberg
Musikalische Begleitung: Elena Drescher, Cello


stella polaris* ullloriarsuaq: „ Das leuchtende Gedächtnis der Erde„ vom 26.11.2015 bis 12.2.2016

// Ein global angelegtes Fotokunst- und Filmprojekt//

stella polaris* ullloriarsuaq ist ein global angelegtes Fotokunst- und Filmprojekt, das
in magischen Momentaufnahmen die ausgeleuchteten Eisberge und Gletscher Grönlands
dokumentiert und zugleich auf die Vergänglichkeit dieser Welt durch die rapide fortschreitende
Eisschmelze hinweist. Das Projektteam nomi baumg artl (Fotografin und Initiatorin),
sven nieder (Fotograf), yatri n. niehaus (Filmregisseur) und laali lyberth (Koordination
Grönland) hat im November 2012 und Februar 2013 unter extremen Wetterbedingungen in
Langzeitbelichtung diese Lichtgemälde geschaffen. Unter dem flackernden Polarlicht haben
grönländische Lichtbotschafter ihre schnell wandelnde Heimat beleuchtet und damit eine
bewusstseinsbildende Brücke zwischen Kunst, Kultur und Wissenschaft geschlagen.
Nomi Baumg artl | Sven Nieder | Laali Lyberth | Yatri N. Niehaus

stella polaris* ullloriarsuaq
Das leuchtende Gedächtnis der Erde

Einführung: Prof. Dr. Christoph Schaden, Bildwissenschaftler, TH Nürnberg

Artist talk mit Sven Nieder vom Stella Polaris Team am 8. Januar 2016 um 19 Uhr Finissage am Freitag, den 12. Februar ab 19 Uhr.